Betteln Armut und Hartz IV

IPA. Es ist schon interessant zu beobachten wie manche Behörden mit armen Menschen in Deutschland umgeht. Weil ein Sachbearbeiter/in in der Freizeit ein Hartz IV ler beim betteln sah wurden zunächst als Sanktion das Hartz IV gekürzt. Wenn man schon Hartz IV als Lebensminimum bezeichnet sollte zumindest eine kleine Behörde nicht das Recht haben dieses Minimum auch noch zu kürzen. In einem aktuellen Fall (Anhang) habe aber das „Jobcenter“ eingelegt und gestattet dem Betroffenen eine Art „Einnahme Maximum“ das durch Betteln erwirkt werde.

Hartz-IV-Empfänger geht betteln – Streit um gekürzte Bezüge beigelegt

Dortmund (dpa). Der Streit um die Anrechnung von erbetteltem Geld auf die Hartz-IV-Bezüge eines Arbeitslosen in Dortmund ist beigelegt. Der Mann darf jetzt offiziell 204,50 Euro im Monat einnehmen, ohne dass seine Bezüge gekürzt werden. Das hat das Jobcenter entschieden, bestätigte die Anwältin des Mannes. Der Fall hatte bundesweit Aufsehen erregt. Eine Mitarbeiterin des Jobcenters hatte den Mann beim Betteln erkannt. Das Jobcenter schätzte seine Einnahmen und kürzte die monatlichen Leistungen um 270 Euro.